Mai 2019
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Mai 2019
Mai 2019

Hallo zusammen,

habe mir einen Vario TEK / TAS Sensor für meinen Großsegler zugelegt.
Habe das Ding gestern ausprobiert. Allerdings kann die angezeigte Fluggeschwindigkeit nie und nimmer gestimmt haben.
Zwischen dem neuen Vario Sensor und dem GPS was ich schon immer drin hatte lagen 100% Abweichung.
Und das dann ein 7 Meter Segler eine Grundgeschwindigkeit von 35 km/h hat kann definitiv nicht sein. GPS zeigt 70 km/h an. Das glaube ich eher.

Hatte das Prandtl Rohr in der Rumpfspitze verbaut. Wobei die Vorgabe das Rohr ca. 3 cm überstehen zu lassen eingehalten wurde. Die Silikonschläuche war ohne Knicke wie in der Anleitung vorgegeben installiert.
Scheidet also als Fehlerquelle aus. Fremdkörper im Prandtlrohr auch keine vorhanden.

Hat noch jemand eine Idee?

Danke und Gruß,

Björn

Rot und transparent wie in der Anleitung angesteckt? Oder versehentlich vertauscht?

Hi,

eigentlich keine Idee, nur Brainstorming:
- verschiedene Geschwindigskeitseinheiten ? km/h vs miles/h?
- mein 5m Segler hat eher 35-40 km/h als 70km/h. vielleicht doch 35-40 km/h realistisch?
- TAS vs Groundspeed des GPS ? Kann ja bei Rückenwind schon große Abweichungen geben, zwischen beiden Sensoren.

Gruß Andreas

Zum Test einmal mit dem Wind und einmal Gegen den Wind fliegen...

Hallo und Danke für eure Antworten.

Ja, roter und transparenter Schlauch richtig angeschlossen.

Grundgeschwindigkeit bei meiner ASH31 (17,5 kg) mit sehr dünnem Profil liegt deutlich über 35 km/h.

Mein GPS zeigt 3D Geschwindigkeit an , nicht Groundspeed.

Gruß, Björn

Hi,

ok, ob Groundspeed oder Groundspeed inkl. Verticalspeed (3D) ist halt auch nicht TAS.
Am Besten mal den Test von AndreasJ ausprobieren oder eben zu einem wirklich windstillen Zeitpunkt nochmal Testen. Oder war Dein Test oben schon zu solchen Bedingungen?

Gruß Andreas

Hi,

kein GPS-System kann TAS anzeigen, GPS ist zum Beispiel immer ohne Windeinflüsse und auch nur mit Verticalspeed bei absoluter Windstille vergleichend brauchbar. Mach den Vergleichstest wie oben beschrieben in zwei entgegengesetzten Flugrichtungen und möglichst ohne Höhenänderungen.

Gruß,
Manfred

Danke für die Anmerkungen.
Die o.a. Tests habe ich alle gemacht.
Sonntagmittag war bei uns am Platz absolute Windstille und somit ideale Bedingungen um den Sensor zu testen.
Das GPS und TAS nicht 1:1 vergleichbar sind ist mir klar.
Aber bei solchen Bedingungen wie eben beschrieben sollten die Werte sich zumindest annähern.
Auch der TopSpeed beim schnellen Überflug mit gerade mal max. 140 km/h kann absolut nicht stimmen. Da wir schon mit anderen Mitteln die Werte des GPS gegengeprüft haben und da zumindest die Größenordnung gepasst hat.

Werde den Sensor denke ich mal noch an einer Schaumwaffel ausprobieren. Da kann man dann noch etwas mehr mit den Konfigurationen herumspielen.

Gruß, Björn

Hi,

ja wenn die Bedingung so waren, dann sollte die Geschwindigkeiten dicht aneinander liegen. Da hast Du Recht.

Dann drück ich Dir die Daumen bei dem Versuch den "Fehler" einzukreisen.

Gruß Andreas

Hallo Björn,
kann es sein, daß das Staurohr schräg angeblasen wird (seitlich oder von oben/unten)? Wie sieht das bei verschiedenen Anstellwinkeln, z.B. im Langsamflug, aus? Bei menschtragenden Segelflugzeugen kann das zu erheblichen Fehlanzeigen führen. Bei einer ASK 13 z.B. kann man im Slip durchaus negative Fahrtanzeigen produzieren.
Diese Kollegen kämpfen auch mit Einbaufehlern. Hier findet man in den Flug- und Betriebshandbüchern immer auch eine Grafik, die auf der einen Achse die IAS (indicated air speed) und auf der anderen die CAS (calibrated air speed) darstellt. Allerdings sind die Differenzen hier nicht so extrem wie Du es berichtest.
Viele Grüße
Klaus

Hallo zusammen,

ich bin vollkommen unwissend, wie das verwendete P Rohr ausgebildet ist. Wenn ich mir aber das Prinzip des Prantl Rohres ansehe, wird deutlich, daß die Einbausituation und die Anströmung an die Öffnungen über die Güte und Präzision der Funktion herrschen.

Die Differenzdruckmessung (statischer Druck zu Staudruck) funktioniert nur, wenn die Aerodynamik und Aerostatik am Einbauort (Rumpfbereich) auch die nötigen Bedingungen haben.
Für den statischen Teil ist sicherzustellen, daß die Öffnungen keine Turbolenzen erfahren und für die Staudrucköffnung ist sicherzustellen, daß der Staudruck sauber einläuft!

Die Aeroanströmung an den Einbauort muss bekannt sein, um eine einwandfreie Funktion zu haben.
Hier würde ich experimetieren, um die notwendige Rumpfgeometrie mir zu erarbeiten.

LG Dieter

Normalerweise ist das Ganze sehr zuverlässig....und auch genau... Selbst wenn der Winkel nicht 100% stimmt...
Entweder die Schläuche sind vertauscht, geknickt oder ähnliches oder es ist wenn auch unwahrscheinlich defekt.